Die Universitätsbibliothek Wien bewahrt etwa 540 lose Exlibris aus dem 16. bis 20. Jahrhundert in ihren Beständen. Es handelt sich um Eignerzeichen von Gelehrten, prominenten Bürgern und Adeligen, vor allem aus Wien. In den 1950er- bis 1970er-Jahren konnte die Sammlung um einige Exlibris neueren Datums ergänzt werden, darunter Werke von Max Julius Wunderlich (1878–1966). Der Wiener Mittelschullehrer, Maler und Grafiker hat Exlibris für Ärzt:innen, Forscher:innen, Dichter:innen und Schriftsteller:innen entworfen. Sie zeichnen sich durch eine außerordentliche Formenvielfalt und detailgetreue Gestaltung aus. Beruf, Liebhaberei und das „Motto“ der betreffenden Bucheigner finden in seinen Exlibris ihre Entsprechung. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) geförderten Projekts „Kulturerbe digital“ konnten alle losen Exlibris digitalisiert werden.